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Julian Nagelsmann: Die Chronologie des Scheiterns beim FC Bayern

Der FC Bayern trennt sich übereinstimmenden Medienberichten von Julian Nagelsmann – nach nicht einmal zwei Jahren. Ein Rückblick auf seine Zeit in München.

Nach nicht mal zwei Spielzeiten steht Julian Nagelsmann beim FC Bayern vor dem Aus. Trotz der noch bestehenden Chance auf das Triple, trennen sich die Münchner übereinstimmenden Medienberichten zufolge vom 35-Jährigen. Thomas Tuchel soll sein Nachfolger werden.

Doch wie kam es zum Nagelsmann-Aus? Eine Chronologie des Scheiterns.

27. April 2021: Der FC Bayern verkündet die Verpflichtung von Julian Nagelsmann als Nachfolger von Trainer Hansi Flick und stattet den 33-Jährigen mit einem Fünfjahresvertrag aus. Ablöse an RB Leipzig: 25 Millionen Euro. „Wir werden viel Freude an ihm haben“, sagt Sportvorstand Hasan Salihamidzic.

7. Juli 2021: Nagelsmann wird in München vorgestellt. „Wir können mit Julian eine Ära prägen“, sagt Boss Oliver Kahn, Salihamidzic spricht von einer „1a-Lösung“ und nennt die Vertragslaufzeit ein „Statement“.

13. August 2021: Nagelsmann startet mit einem 1:1 in der Liga in Gladbach in seine „Ära“, vier Tage später gewinnt er mit dem Supercup beim 3:1 in Dortmund seinen ersten Titel. „Ich habe ja so kleine Hamsterzähne und würde gerne ein Titel-Hamster sein“, sagt er. Die Bayern zeigen ihn in einer Fotomontage am Kamin mit jeder Menge Platz für weitere Pokale.

3. Oktober 2021: Das 1:2 gegen Frankfurt ist die erste von insgesamt zehn Niederlagen für Nagelsmann in 84 Bayern-Pflichtspielen (60 Siege).

Viertelfinal-Aus gegen Villarreal 2022

27. Oktober 2021: Das 0:5 in Gladbach in der 2. Runde ist die höchste Bayern-Pleite im Pokal. Nagelsmann sitzt in Corona-Quarantäne zu Hause in der Küche: „Ich habe viel rumgeschrien, die Nachbarn haben sich vermutlich gedacht, was da drüben los ist.“

12. April 2022: Das 1:1 gegen Außenseiter FC Villarreal bedeutet das Viertelfinal-Aus in der Champions League. „Manchmal, wenn du in die Luft spuckst, fällt es dir ins Gesicht“, sagt der Spanier Dani Parejo angesichts vermeintlicher Respektlosigkeit von Nagelsmann.

23. April 2022: Mit dem 3:1 gegen Dortmund am 31. Spieltag sind die Bayern vorzeitig und ist Nagelsmann erstmals deutscher Meister.

19. Juli 2022: Nach wochenlangem Gezerre wechselt Weltfußballer Robert Lewandowski zum FC Barcelona. Die Bayern holen „Weltstar“ Sadio Mane als Ersatz, Nagelsmann frohlockt über die neue Variabilität im Sturm.

30. Juli 2022: 5:3 in Leipzig, zweiter Supercup-Sieg.

23. Januar 2023: Die Bayern trennen sich von Torwartcoach Toni Tapalovic, engster Vertrauter des verletzten Kapitäns Manuel Neuer. Nagelsmann gilt als Treiber der Entscheidung. Neuer gibt ein vereinskritisches, emotionales Doppel-Interview („Herz rausgerissen“).

14. Februar 2023: Nach dem 1:0 im Achtelfinal-Hinspiel bei Paris St. Germain in der Champions League schimpft Salihamidzic: „Es nervt mich! Es ärgert mich! Ich wünsche mir, dass man unseren Trainer in Ruhe arbeiten lässt!“ Nagelsmann sei „ein Langzeitprojekt“.

Nagelsmann legt sich in Gladbach mit den Schiedsrichtern an
18. Februar 2023: Nach dem 2:3 in Gladbach bepöbelt Nagelsmann das Schiedsrichtergespann („weichgespültes Pack“), das DFB-Sportgericht belegt ihn mit einer Strafe von 50.000 Euro.

22. Februar 2023: Kahn betont, er habe „das Gesamtgefüge“ im Blick. Man könne die Niederlage in Gladbach „sehr gut einordnen“ und mache die Zukunft des Trainers „nicht von einzelnen Spielen abhängig“.

7. März 2023: Ehrenpräsident Uli Hoeneß spricht von einer „Kampagne“ gegen Nagelsmann: „Wenn alles so kommt, wie ich das glaube, werden wir in sechs bis acht Wochen das Thema Nagelsmann nicht mehr diskutieren.“

8. März 2023: Die Bayern schalten das PSG-Starensemble um Lionel Messi und Kylian Mbappe aus (2:0), Nagelsmanns größer Sieg.

Pleite in Leverkusen war wohl zu viel
17. März 2023: Nachdem die Sport Bild taktische Interna veröffentlicht hat, schimpft Nagelsmann über einen „Maulwurf“. So etwas „gehört sich nicht“, poltert er.

19. März 2023: Die Bayern verlieren nach Führung durch zwei Elfmeter nach VAR-Entscheid in Leverkusen und die Tabellenführung an Dortmund. „So wenig Antrieb, so wenig Mentalität, so wenig Zweikampfführung, so wenig Durchsetzungsvermögen habe ich selten erlebt“, kritisiert Salihamidzic.

20. März 2023: „Die Trainerdiskussion zwischendurch kam von außen, die haben nicht wir vom Zaun gebrochen“, sagt Präsident Herbert Hainer in einem kicker-Interview, das vor Leverkusen geführt wurde. Man plane „langfristig“ mit Nagelsmann.

22. März 2023: Nagelsmann fährt mit Freundin Lena in Tirol Ski, will Kraft tanken für den Klassiker gegen Dortmund am 1. April. Für die Bosse offenbar ein „falsches Signal“.

23. März 2023: Der Transferexperte Fabrizio Romano berichtet als Erster über die bevorstehende Trennung, weitere Medien folgen.

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Kein Nagelsmann-Fan? Rummenigge mit Spitze gegen Bayerns Ex-Coach

Beim FC Bayern gab und gibt es so große Unruheherde und Probleme, da wirkte die Formkrise des Klubs unter Julian Nagelsmann wie ein leichter Schluckauf. Und trotzdem hat sich Karl-Heinz Rummenigge rückblickend noch eine Spitze gegen den Ex-Coach erlaubt.

Spätestens mit den ganzen Problemen, die sich beim FC Bayern über die letzten Wochen und vor allem am letzten Spieltag aufgetan haben, ist Julian Nagelsmann endgültig Geschichte beim deutschen Rekordmeister. Die Diskussionen über sein Aus sind längst kein Thema mehr.

Und trotzdem bleibt der Ex-Coach hier und da noch ein Gesprächsthema. So etwa beim Auftritt von Karl-Heinz Rummenigge bei der Sportmesse ‚SpoBis‘.

Rückblickend erklärte der dieser Tage in den Aufsichtsrat berufene Rückkehrer (via Sportbild): „Wir hatten einen jungen Trainer. Und ich war immer ein Freund von Erfahrung.“

Das klingt nicht gerade danach, als wäre Rummenigge ein Fan der damaligen Einstellung von Nagelsmann gewesen. Der Coach kam an die Säbener Straße, als der ehemalige Vorstandsvorsitzende gerade in seinen eigentlich angedachten FCB-Ruhestand ging. Insbesondere Hasan Salihamidzic setzte sich für Nagelsmann ein.

Mit Thomas Tuchel kann Rummenigge jetzt auf einen Trainer schauen, der rund 14 Jahre älter ist als sein Vorgänger und schon die ein oder andere Station im internationalen Fußball kennengelernt hat.

Quelle: 90min.de

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Verbleib in England anvisiert? Bayern im Rice-Poker angeblich mit schlechten Karten

Declan Rice soll beim FC Bayern der Wunschkandidat für das zentrale Mittelfeld sein. Thomas Tuchel wünscht sich den Engländer offenbar als Nebenmann von Joshua Kimmich, weshalb die Münchner im Austausch mit der Rice-Seite stehen. Deutsche Medien rechnen dem deutschen Rekordmeister auch gar keine so schlechten Chancen zu. Englische Quellen glauben hingegen weniger an einen Rice-Wechsel in die Bundesliga.

Am 7. Juni steht für Declan Rice und West Ham United das Conference-League-Finale an. Es könnte das letzte Mal sein, dass der 24-jährige Engländer für den Klub aufläuft.

Die meisten Medien sind sich schließlich einig darüber, dass der Spieler zu einem Topklub wechselt. Die offene Frage ist vielmehr, ob sich der FC Bayern gegen die englischen Spitzenvereinen durchsetzen kann. Die Daily Mail zweifelt genau daran.

Chefredakteur Sami Mokbel erklärte, dass Rice einen Wechsel innerhalb der Premier League priorisiere. Demnach werde er einen Wechsel zum FC Bayern aller Voraussicht nach ablehnen. Als Favorit sieht der Reporter weiterhin den FC Arsenal, jedoch soll auch Manchester United interessiert sein.

Rice-Entscheidung nach dem Conference-League-Finale?

Vermutlich wird eine Entscheidung erst fallen, wenn das Conference-League-Finale absolviert ist. Ob die Münchener dann Chancen haben, wird man sehen. Die Daily Mail zählt jedoch nicht unbedingt zu den verlässlichsten Quellen, weshalb man einen Wechsel nach München noch nicht zu den Akten legen sollte. Wie das Beispiel Harry Kane zeigt, ist und bleibt es jedoch schwierig, einen Engländer in die Bundesliga zu lotsen.

Quelle: 90min.de

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Jetzt spricht Rummenigge: Nagelsmann-Spitze, Sportdirektor-Hinweis und die „treuen Hundeaugen“ von Hoeneß

Er ist wieder da: Karl-Heinz Rummenigge will seinem FC Bayern aus der Patsche helfen. In einem Interview verrät er seine Pläne.

Sie wollten loslassen – nun sind sie wieder mehr gefragt denn je: Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge kehren in das Tagesgeschäft des FC Bayern zurück. Wobei Hoeneß als Aufsichtsratsmitglied und am Ende wieder einmal entscheidende Person hinter dem Rauswurf der Vorstände Oliver Kahn und Hasan Salihamidzic nie wirklich raus war.

Karl-Heinz Rummenigge wieder beim FC Bayern: „Werde nicht operativ eingreifen“

Rummenigge hingegen schon. Der Westfale wurde kurz nach dem geräuschvollen Vorstandsbeben zurück in den Aufsichtsrat berufen und soll nun gemeinsam mit Thomas Tuchel vor allem Transferplanungen vorantreiben, solange kein neuer Sportdirektor installiert ist. In einem Interview mit der Deutschen Presseagentur (dpa) sprach er zum ersten Mal ausführlich über seine neue Rolle.

„Ich werde nicht operativ eingreifen“, stellt er zunächst klar. Er sieht sich selbst in einer beratenden Funktion. Dass er in der kommenden Transferperiode dennoch gestaltend tätig werden wird, lässt er durchblicken: Solange kein neuer Sportdirektor im Amt sei, „werden Uli und ich zusammen mit Herbert Hainer, Jan-Christian Dreesen und dem Trainer versuchen, die Dinge zu bewerkstelligen“, erklärt der 67-Jährige.

FC Bayern: Rummenigge setzt Spitze gegen Nagelsmann

Rummenigge will außerdem „Werte wie Harmonie, Loyalität, Atmosphäre“ zurückbringen. „Es fällt auf, dass mit dem Trainerwechsel im März eine große Unruhe aufgekommen ist“, stellt er fest. „Dazu kam, dass man ziemlich zügig aus dem DFB-Pokal und der Champions League leider ausgeschieden ist. Damit kam Unzufriedenheit auf.“

Der langjährige Vorstandsboss setzte zudem eine Spitze Richtung Julian Nagelsmann: „Wir hatten einen jungen Trainer. Und ich war immer ein Freund von Erfahrung.“ Über Tuchel, den er bereits vor Jahren nach München holen wollte, verliert er natürlich kein schlechtes Wort.

Rummenigge über Bayern-Rückkehr: Die „treuen Hundeaugen“ von Uli Hoeneß waren genug

„Ich bin überzeugt, dass Thomas Tuchel ein sehr erfolgreicher Trainer beim FC Bayern wird“, betont er. Doch wer wird Tuchels neuer Boss? Einen ausländischen Sportdirektor schließt Rummenigge nahezu aus: „Es gibt zweifelsohne gute Leute im Ausland, aber wir sind gut beraten, wenn wir uns auf Deutschland konzentrieren.“

Zu seiner Rückkehr an die Säbener Straße sagte Rummenigge schmunzelnd: „Wenn einen die treuen Hundeaugen von Uli Hoeneß anschauen, kann man schwer nein sagen. Meine Frau musste ich etwas beruhigen. Aber sie hat trotzdem Verständnis.“

War es vom FC Bayern richtig, Rummenigge zurückzuholen? Pro und Contra gibt es hier. (epp)

Quelle: tz.de

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